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27.03.2005

 

 

 

 

 

 

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Besucher

Vegas - L.A.

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16.7.01 Las Vegas
Den Strip muss man gesehen haben,egal wie man zu Las Vegas steht. Nachts herrscht hier eine tolle Atmosphaere, totale Reizueberflutung und viele Leute, die unterwegs sind. Wir waren im Luxor, Excalibur, Flamingo, Paris, Venice und Aladin. Am Bellagio haben wir uns die Wasserspiele angesehen, die alle 15 Minuten 100te von Leuten anziehen und zum Staunen bringen. Es lohnt sich wirklich zu warten. Wir gingen vorbei am Caesar`s, Mirage (Siegfried und Roy) bis zum Treasure Island, wo ca. tausend Leute auf  die 23.30 Uhr-Show warteten. Downtown Las Vegas haben wir uns auch nicht entgehen lassen. Man kommt bequem vom Strip mit dem Bus fuer 2$ dorthin. Allerdings sollte man das Geld immer passend haben, da  der Busfahrer nicht wechseln kann. Apropos Busfahrer unserer war ein echtes Original und die Busfahrt eine Show. Er kuendigte an jedem Halt die jeweiligen Sehenswuerdigkeiten einschliesslich der  entsprechenden Umsteigemoeglichkeiten an und unterhielt die Fahrgaeste mit locker leichten Kommentaren zum Nightlife. In Downtown verabschiedete er sich mit den besten Wuenschen fuer einen schoenen Abend  und vergass auch nicht uns die Bushaltestelle fuer den Rueckweg zu zeigen. Die Fremontstreet ist die Hauptattracktion mit ihrer neuen Ueberdachung. Alle 30 Minuten werden dort die Lichter aller Casinos und Geschaefte abgeschaltet und eine Light- und Musicshow der Sonderklasse zieht die Besucher in ihren Bann. Die halbrunde Ueberdachung dient dabei als Projektionsflaeche. Wir haben also jede Menge gesehen, aber bis auf einen Hamburger bei McDonalds haben wir nichts gewonnen. Schade, keine Millionen!

17.07.01 Las Vegas - Death-Valley - Lonepine

Las VegasHeute haben wir uns ueber den Hwy 15 Richtung Sueden zum Death Valley aufgemacht. Gegen 16 Uhr erreichten wir ueber den Salisburry-Pass das "Tal des Todes". Bei immer noch 42 Grad C im Schatten und einem extrem starken Wind errreichten wir  Badwater, 82 m unter Meeresniveau (tiefster Punkt USA). Verliess man das Auto, nahm der heisse Wind einem schier den Atem. Er sorgte dafuer, dass man schlagartig eine Gaensehaut bekam, aufgrund der  Verdunstungskaelte. Umgekehrt schwitzte man schlagartig, wenn man wieder im klimatisierten Auto Platz nahm. Kein Baum kann sich in diesem extremen Klima halten, nur  kleine Straeucher und Graeser, sowie Pflanzen, die auf salzigem Grund wachsen koennen, gedeihen hier. Auf den Salzpfannen ist kein pflanzliches Leben mehr moeglich.  Der Hwy 178  fuehrt immer an den Blackmountains und der Amargosa range vorbei, die mit ihrer imposanten Kulisse, den Abschluss nach Osten bildet. Die gegenueberliegende Bergkette im Westen sorgt dafuer, dass der Wind ungehindert ueber die weiten Ebenen des Valley aus suedlicher Richtung weht.Landschaftlich einmalig. Ueber den Townepass gehts nach Lonepine.

18.07.01 Lonepine - Bridgeport

Death ValleyLonepine ist ein typisches amerikanisches Strassendorf (2000 Einwohner). Die 4spurige Mainstreet geht mitten durch den Ort. Auf beiden Seiten der Strasse gibt es alles was man zum Leben braucht. Urige Stores, Saloons, Rockshops und alles fuer den touristischen Alltag. An der beeindruckenden Rueckseite der Sierra Nevada geht es Richtung Norden auf den Hwy 395. Die Berge der Sierra sind hier knapp 14500 ft. hoch (Mt. Whitney), bzw. der Mt. Lyell im Yosemite NP 13114 ft.. In den Gipfelbereichen liegt noch Schnee. Nach der gestrigen Fahrt durchs Death Valley kaum zu glauben. Interessant  ist auch, dass die Berge hier bis zum Gipfel fast kahl sind. Nur vereinzelt sind ein paar Nadelbaeumeauszumachen. Ueberall gibt es Hinweise zum Fischen. Die klaren Gebirgsbaeche muenden alle in den Owens River. Die Lizens zum Fischen kostet fuer einen Tag 8$. Auch fuer die Kueste benoetigt man in Californien eine 8$ teure Angellizenz. Wir angeln heute nicht,  sondern fahren weiter bis zum Monolake. Dort kann man die einzigartigen Tufas, so werden die Ablagerungen genannt, die durch unterirdische, unter dem Wasserspiegel liegende Quellen  entstanden sind, bewundern. Karbonhaltiges Wasser sorgte dafuer, dass bis zu 5 m hohe bizarre Tuerme entstanden sind. Sichtbar wurden diese Formationen nachdem die Stadt
L.A. den Wasserspiegel durch ihren Trinkwasserverbrauch um 50 ft. absenkte. Dadurch stieg der Salzgehalt des Seewassers auf das 2,5fache von Meerwasser. Nur noch einige  spezialisierte Lebewesen, wie die Monolake Shrimps und die Alkalifliegen, die das Seeufer wie ein dichter Teppich bedecken, sind hier zu finden.

19.07.01 Bridgeport - Yosemite NP - Modesto

Der Aufstieg zum Tiogapass (3031m) ist wenig spektakulaer. Nett wird es erst, wenn man die kleinen Seen und Wiesen erreicht hat. Alles blueht und steht in voller Pracht. Ueberall wird vor  Baeren gewarnt, die immer wieder Autos aufbrechen, um an Futter zu gelangen . Vom Tiogapass geht es staendig bergab in den Yosemite NP (20$ Eintritt). Links und rechts ragen  die senkrechten, fast 1000 m hohen Felswaende empor. Jetzt in der Hochsaison wimmelt es hier von Leuten, die wandern, Rad fahren oder im Fluss herumplantschen. Uns treibt der  touristische Rummel schnell weiter. An der Tioga road sind nach einem kleinen Fussmarsch Sequoias zu bewundern. Die Baeume sind 80 - 90m hoch und ueber 2000 Jah e alt. Sie sind so  gewaltig, dass 20 Menschen den Stamm nicht umfassen koennen.

20.07.01 Modesto - San Francisco

San FranciscoModesto scheint das Zentrum  fuer Obstanbau zu sein. Durch schier unendlich scheinende Wallnuss- und Pfirsichplantagen, vorbei an Erdbeer und Melonenfeldern fuehrt der Hwy 132 nach Westen. Ueberall gibt es jetzt am Strassenrand die verschiedensten Obstsorten zum Einheitspreis von 2$ zu kaufen, mal das Pfund, mal das Kilo, mal die Stiege. Ueber die Interstate 580 gelangen wir schnell bis Berkley, wo wir gluecklos ein Motel suchen. In San Francisco sind die ausgesuchten Motels unserer Preisklasse gelinde gesagt reinster Schrott. Dreckig und muffig. Jetzt wohnen wir auch  nicht viel besser, aber das Ganze kostet nur 28$ mit Klo und Bad auf dem Flur. "El Capitan", an der 20th/Ecke Missionstreet, mitten im Hispano/Latino/was auch immer Viertel, heisst unsere Unterkunft und ist ein Hostel, eingegliedert in ein ziemlich heruntergekommenes ehemaliges Hotel.
21.07.01 San Francisco

Lombard StreetSan Francisco erschliessen wir uns mit dem Bus. Das mit  dem passenden Fahrgeld wissen wir ja jetzt schon. Fuer 1$ pro Person koennen wir 2 Std. (nachher kontrolliert das sowieso keiner mehr, man muss sich nur den  Fahrscheingebenlassen) kreuz und quer durch die Stadt fahren. Des amerikanischen Fruehstuecks etwas ueberdruessig geniessen wir im ital. Viertel erst einmal Espresso und Cornetti. Zu Fuss (natuerlich staendig bergauf und bergab) eht es dann zum Towerhill, von dem man eine phantastische Aussicht ueber die gesamte Stadt  hat. Der Rundumblick vom Tower ist beeindruckend und kostet nur 3,75$ p.P. Zu Fuss (natuerlich staendig bergauf und bergab) gehen wir die Lombardstreet zu den beruehmten Serpentinen. Leider kann man die S-Kurven nicht richtig einsehen. Die tollen Postkarten sind alle von den Daechern der umliegenden Haeuser aus  aufgenommen worden. Von der Lombardstreet ist es nicht mehr weit bis zur Fishermans Wharf, wo wir eine Bootstour nach Alkatraz buchen wollen. Diese Tour muss  man allerdings mindestens 3-4 Wochen im Voraus bei der Gold-Blue Reederei buchen. Da uns Busfahren so viel Spass macht, geht es mit dem 30er und dem 28er zur  Golden Gate Bridge. Im Licht des spaeten Nachmittags bietet sich ein toller Anblick. Keine Wolke am Himmel, das Rot der Bruecke und wir Versprechen uns, irgendwann mit  einem Segelboot unter der Bridge durchzusegeln.......

22.07.01 San Francisco - Santa Cruz

Golden Gate BridgeUeber die Golden Gate Bridge geht es nach Sausalito dem kleinen Kuenstlernest direkt an der Bay. Die Bruecke liegt heute im Nebel und die Stadt verschwindet auch ab und zu in dicken Wolken. Die Redwoods im Muirwood schauen wir uns aufgrund des grossen Andrangs heute am Sonntag nicht an. Nun geht es auf dem Hwy 1 Richtung Sueden. Rechter Hand liegt der Pazifik im Nebel, linker Hand ist blauer Himmel ueber den  Huegeln zu sehen. Wir fahren allerdings die meiste Zeit durch dichte Nebelwolken. Die Temperaturen sind auf ziehmlich unfreundliche 17 Grad gesunken und unsere  Stimmung auch. So hatten wir uns die Pazifikkueste nicht vorgestellt.

23.07.01 Santa Cruz - Morro Bay

Der legendaere Hwy No.1 und alles im Nebel! Es ist echt ziemlich wirklich richtig kalt. Nur ab und zu kommt die Sonne durch um zu zeigen, dass es sie noch gibt. Mit seinen vorgelagerten  Felsen und seinen Straenden ist Monterey sehr schoen. Aber der Pazifik ist selbst bei schoenem Wetter hier noch viel zu kalt zum Schwimmen. Die Surfer und Kiter sind dick in  Neoprenanzuege verpackt. Leider koennen wir die Fahrt entlang der Kueste bei diesem Grau in Grau nicht richtig geniessen. Der Hwy 1 laeuft meist direkt am Meer entlang und an  "Vistapoints" kann man tatsaechlich Seeloewen, Seehunde und Seeotter beobachten. In Morro Bay gehen wir in der All American Fish Company Fisch essen. Das Restaurant liegt sehr schoen, direkt im Fischerhafen von Morro Bay. Hier begegnen uns zum ersten mal der Mahi Mahi (Dolphin - eine Makrelenart) und der Albacore (eine Thunfischart). Beide sehr  schmackhaft und lecker zubereitet.

24.07.01 Morro bay - Oxnard

Wieder nur Nebel. Aber je weiter wir jetzt ins Landesinnere kommen, desto schoener wird das Wetter und der Nebel verschwindet. Endlich wird es wieder richtig warm. Leider kommt mit dem sich aufloesenden Nebel Wind auf und die Wetterfroesche prophezeihen max. 65 Grad  Fahrenheit, das sind noch nicht mal 20 Grad Celsius, Brrrrrr. In Oxnard wollen wir 2 Naechte bleiben, wo das Motel doch nur 5 Blocks vom Strand entfernt ist. Diese 5 Blocks entpuppen sich beim Sunsetgucken als etwa 10 Kilometer (Birgit hatte sich schon ihren kleinen Rucksack fuer den Fussmarsch gepackt), die wir dann doch auf amerikanische Art mit dem Auto zuruecklegen. Jetzt geniessen wir auf dem Pier den herrlichen Sonnenuntergang und schauen den Fischern zu.

26.07.01 Oxnard - Los Angeles

Nach knapp 3500 Meilen, das sind sage und schreibe 5600 Kilometer (auweia, doch so viel gefahren), findet der Tripp durch den Westen der USA in L.A. sein Ende. Die letzten 2 Tage in  L.A. sind vollgestopft mit Besorgungen und Erledigungen. Einen netten Abstecher unternehmen wir noch nach El Segundo, einem eigenen Stadtteil, der durch seine erfolgreichen  Bemuehungen der Anonymitaet entgegenzuwirken, eine ganz eigene Atmosphaere ausstrahlt. Hier finden wir ein kleines indisches Restaurant, in dem wir für r 6$ wenig Geld an einem all  you can eat Buffet alle Koestlichkeiten der indischen Kueche geniessen koennen.