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27.03.2005

 

 

 

 

 

 

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Cook Islands

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Auf der Polizeistation bekommt man den Cook Island Fuehrerschein. Der Internationale, geschweige denn der Nationale gelten hier  nicht. Will man ausser dem Fahrrad motorisierte Vehikel fortbewegen braucht man den "Lappen". Fuer Motorroller wird sogar eine Fahrpruefung verlangt, bei der ein Polizist auf einem Motorrad hinter einem her faehrt und ueberprueft ob die eigenen Fahrkuenste fuer die Cooks ausreichen. Den Fuehrerschein bekommt uebrigens jeder, der nicht gerade mit seinem Moped umfaellt....Das Ganze ist eine zusaetzliche Einnahmequelle fuer die Inseln und ausserdem fuer 10 bzw. 15 Dollar ein nettes, einzigartiges, Souvenir, mit Passbild. Auf der aeusseren  Inselstrasse kann man wunderbar die Insel umrunden. Die 35 bzw. 38 km fuehren meistens direkt am Meer entlang mit fantastischen Ausblicken auf die tuerkisfarbene Lagune. Bei  Ngatangia hat man eine wunderschoene Aussicht auf die gleichnamige Bucht und im kleinen Hafen kann man 7 Steine besichtigen, die zum Gedenken an die im Jahr 1350 mit Kanus stattgefundene Reise nach Neuseeland aufgestellt wurden. Im Pacific Resort oder im Sails Cafe kann man die Aussicht auf die Murilagune und die vorgelagerten Motus (Inseln) geniessen. Hier ist Raro am "suedseemaessigsten". Weisser Sand, tuerkisfarbenes Wasser, schwere Brandung am vorgelagerten Riff und Schatten unter Palmen laden hier zum Relaxen  ein. Am Fruits of Rarotonga ist die Lagune so tief, dass man bei Flut gut schnorcheln kann. Verkauft werden dort ausserdem Marmeladen und Fruechtechutneys. Einige Kilometer weiter  trifft man auf die Bauruinen des Sheraton Resorts, das als Prestigeobjekt eines ehemaligen Premierministers geplant und begonnen wurde, aber aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht weiter gebaut wurde. Köstlichkeiten aus dem Erdofen Die Cook Inseln entgingen damals nur knapp dem finanziellen Ruin. Die Tafel zur Grundsteinlegung wirkt jetzt wie eine Grabinschrift. Im Hotel Rarotongan nehmen wir an einer der legendaeren Inselnaechte teil. Wir beginnen den Abend mit der Oeffnung des Umu (Erdofen) in dem verschiedene Sorten Fleisch (Schwein, Rind, Lamm und Huhn) seit etwa 2 Stunden gegart haben. Das reichhaltige Buffet mit vielen exotischen Kreationen laesst keine Wuensche offen. Sind alle Baeuche gefuellt, beginnt die Tanz-und Musikvorfuehrung. Die Taenzerinnen und Taenzer werden von den typischen Schlitztrommeln in verschiedenen Groessen, Gitarren und Ukulelen begleitet. Die Taenze haben wenig mit dem melodischen  sanften Hula der Hawaiianer zu tun, sind viel kraftvoller, athletischer und urspruenglicher. Ein echtes Erlebnis. Die tiefeingeschnittenen Taeler des Turangi und Tupapa, zweier Fluesschen  im Nordosten und Osten der Insel, laden zu mehrstuendigen Wanderungen ein. Nicht entgehen lassen sollte man sich Pa`s Cross Island Walk. Von Pa sagt man, dass er mittlerweile ueber 60  Jahre alt sein soll, aber die taeglichen Wanderungen haben den Ur-Rarotonganer top fit gehalten. lebende Cook Island Legende - Pa Wir sehen ihm sein Alter nicht an, als er uns mit seinem besonderen Charme zu Beginn der Wanderung im Avatiu Tal in der Naehe des Kraftwerkes begruesst. Zunaechst gibt er uns von seinem vollbiologischen Mueckenrepellent estwas ab, das besser sein soll als alle chemischen Mittel zusammen. Die Muecken sind hier im Regenwald der Insel sehr aufdringlich und schnell sind wir alle eingerieben um die Plagegeister auf Abstand zu halten.  "Dengue-Fieber gibt es auf Raro nicht, das gibt es nur auf Tahiti", will uns Pa beruhigen, aber die letzte Epidemie von 1997 ist noch nicht so lange her. Wir wandern zunaechst durch  Gaerten, Bananen- und Papayaplantagen, bis der gut ausgebaute Weg zum Trampelpfad wird und die Vegetation aus dichtem Farn den Pfad zu verschlucken scheint. Immer wieder  haelt Pa an und erklaert uns die Bedeutung dieser und jener Pflanzen und deren Wirkung alsHeilmittel. Er hat sich seit 40 Jahren ein ungeheures Wissen ueber die Heilwirkung der Kraeuter Rarotongas angeeignet. Er kennt fuer jedes Wehwehchen ein entsprechendes Kraut. An einem grossen Baum wird noch einmal gerastet, bis Padie letzten 150 Hoehenmeter zur "Needle" steil ueber Wurzelwerk bergauf gehen. Der "x-Island walk" ist zwar nur 3,5 km lang, aber durch den steilen Anstieg bis zum schoenen Aussichtspunkt unterhalb des Te Rua Manga und den ebenfalls sehr steilen Abstieg sehr Kraefte zehrend. Unsere Gruppe zieht sich immer mehr auseinander und Pa, um die Sicherheit aller besorgt, laeuft die Strecke bestimmt 3 mal. Durch die Regenfaelle der letzten Tage sind die Wurzeln und der Weg sehr "slippery" geworden und es erfordert auch von Durchtrainierteren als uns einiges an Kraft  und Geschicklichkeit. Die Muehen sind allerdings am Gipfelgrad vergessen und wir geniessen einen wunderschoenen Ausblick. Nach gut 3,5 Stunden sind wir alle wohlbehalten am Papua Wasserfall angelangt, wo Pa das mitgebrachte und die ganze Zeit auf seinem Ruecken geschleppte Lunch auspackt. Kokosnuesse, Papaya, Bananen und Baguette mit Thunfisch,  Aepfeln, Tomaten und Kraeutern schmecken nach dieser Anstrengung richtig gut. Alle Sachen sind aus Pas Garten und wie er sagt aus biologisch kontrolliertem Anbau. Pa ist genau wie "The Voice" Jake Numanga weit ueber die Cooks hinaus bekannt und beide sind wirklich sympathische Botschafter ihres Landes. Die tropischen Gewaesser rund um Raro sind natuerlich  praedestiniert um dort vor dem Riff die Unterwasserwelt beim Tauchen zu erkunden. Es gibt drei Tauchschulen, die je nach Wetter- und Windlage Tauchgaenge vor dem Riff unternehmen. Wir haben Glueck, als wir zu unserem ersten Tauchgang mit dem Boot den Hafen von Avatiu verlassen, tauchen ploetzlich zwei Buckelwale ca. 300 m vor uns auf. Es ist ein Muttertier mit ihrem Kalb, die uns bis auf 100 m an sich heranlassen. Sie springen mehrmals uebermuetig aus dem Wasser, bevor sie wieder in den Tiefen des Pazifik verschwinden. Bis September/Oktober koennen immer wieder Wale vor Rarotonga beobachtet werden. Nach  unserer kleinen Ablenkung setzen wir unsere Fahrt zum Edgewater Rim fort. Dort wollen wir Camille und Matt aus Australien, Mihiko aus Japan und Mel unser Guide auf etwa 24 m Tiefe  die Unterwasserwelt erkunden. Zunaechst fuehrt uns Mel von 8 m Ankertiefe allmaehlich tiefer. Das Wasser hat eine tiefdunkelblaue Farbe und wir haben etwa 25 bis 30 m Sicht. Mit  den Wetsuites lassen sich die 25-27 Grad Wassertemperatur gut aushalten. Wir sehen eine beeindruckende Unterwasserlandschaft mit Korallen, die wie ueberdimensionale Pilze oder Huete aussehen. Leider sehen wir kaum  farbenpraechtige Fische. Nach ca. 40 Minuten Tauchzeit geht es zurueck zur Basis zu einem kleinen Snack. Die nagelneuen Schlauchboote von Cook Island Divers sind ausgeruestet mit  200 PS Motoren, bieten 10 Tauchern Platz und legen die Strecke in kurzer Zeit zurueck. Fuer den 2. Tauchgang faehrt uns Mel auf die Leeseite der Insel um eine ruhige Stelle fuer den Einstieg zu finden, da Wind und Wellen stark zugenommen haben. Wieder geht es von etwa 10 m auf 24-27 m, wo wir mehrere Riffhaie sehen, die dort ihre Kreise ziehen. Ein riesiger  Grouper, wunderschoen gezeichnet, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Doch auch er laesst sich durch uns nicht stoeren. Die Unterwasserlandschaft ist spektakulaer. Rinnen und Spalten wechseln mit einzelnen Korallenfelsen ab. Viel zu schnell sind die 40 Minuten Tauchzeit vergangen und wir sind schon wieder auf dem Rueckweg. Ist das Tauchen abenteuerlich und aufregend, so verspricht auch das Schnorcheln auf Raro nicht weniger beeindruckende Erlebnisse. Wir fanden es am "Fruits of Rarotonga" am Schoensten. Hunderte von farbenfrohen Fischen lassen sich im glasklaren Wasser der Lagune beobachten. Clamshells mit ihren leuchtenden Raendern und blaue  Seesterne sind auch oft zu sehen. Kommen die Boote der Lagoon Cruiser und fuettern die Fische, scheint das Wasser zu kochen.